...für ein Dresden ohne Barrieren
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Liste der eingeführten Technischen Baubestimmungen (LTB)

Die Technischen Baubestimmungen werden jährlich aktualisiert und im Sächsischen Amtsblatt veröffentlicht. Die gesamte Bekanntmachung finden Sie hier.

 

Wichtig ist, dass in Sachsen erstmals 2012 die DIN 18040 Teil 1 und 2 eingeführt wurde.

Quelle: Bekanntmachung des Sächsischen Staatsministeriums des Innern über die Liste der eingeführten Technischen Baubestimmungen (LTB) vom 22. Februar 2014

 

7.0 Technische Regeln als Planungsgrundlagen

Kenn-Nr.

Bezeichnung

Titel

Ausgabe

Bezugsquelle/
Fundstelle

7.1

DIN 18065 Anlage 7.1/1

Gebäudetreppen; Begriffe, Messregeln, Hauptmaße

Juni 2011

1)

7.2

DIN 18024

Barrierefreies Bauen

 

 

 

 - 1
Anlage 7.2/1

-; Teil 1: Straßen, Plätze, Wege, öffentliche Verkehrs- und Grünanlagen sowie Spielplätze; Planungsgrundlagen

Januar 1998

1)

7.3

DIN 18040

Barrierefreies Bauen - Planungsgrundlagen

 

 

 

 - 1
Anlage 7.3/1

-; Teil 1: Öffentlich zugängige Gebäude

Oktober 2010

1)

 

 - 2
Anlage 7.3/2

-; Teil 2: Wohnungen

September 2011

1)

1) Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin

 

Anlage 7.1/1 zu DIN 18065

Bei Anwendung der technischen Regel ist Folgendes zu beachten:

1. Von der Einführung ausgenommen ist die Anwendung auf Treppen in Wohngebäuden der Gebäudeklasse 1 und 2 und in Wohnungen.

2. Bauaufsichtliche Anforderungen an den Einbau von Treppenliften in Treppenräumen notwendiger Treppen in bestehenden Gebäuden:

Durch den nachträglichen Einbau eines Treppenlifts im Treppenraum darf die Funktion der notwendigen Treppe als Teil des ersten Rettungswegs und die Verkehrssicherheit der Treppe grundsätzlich nicht beeinträchtigt werden. Der nachträgliche Einbau eines Treppenlifts ist zulässig, wenn folgende Kriterien erfüllt sind:

1. Die Treppe erschließt nur Wohnungen und/oder vergleichbare Nutzungen.

2. Die Mindestlaufbreite der Treppe von 100 cm darf durch die Führungskonstruktion nicht wesentlich unterschritten werden; eine untere Einschränkung des Lichtraumprofils (siehe Bild A7) von höchstens 20 cm Breite und höchstens 50 cm Höhe ist hinnehmbar, wenn die Treppenlauflinie (siehe Ziffer 3.6) oder der Gehbereich (siehe Ziffer 8) nicht verändert wird. Ein Handlauf muss zweckentsprechend genutzt werden können.

3. Wird ein Treppenlift über mehrere Geschosse geführt, muss mindestens in jedem Geschoss eine ausreichend große Wartefläche vorhanden sein, um das Abwarten einer begegnenden Person bei Betrieb des Treppenlifts zu ermöglichen. Das ist nicht erforderlich, wenn neben dem benutzten Lift eine Restlaufbreite der Treppe von 60 cm gesichert ist.

4. Der nicht benutzte Lift muss sich in einer Parkposition befinden, die den Treppenlauf nicht einschränkt. Im Störfall muss sich der Treppenlift auch von Hand ohne größeren Aufwand in die Parkposition fahren lassen.

5. Während der Leerfahrten in die beziehungsweise aus der Parkposition muss der Sitz des Treppenlifts hochgeklappt sein. Neben dem hochgeklappten Sitz muss eine Restlaufbreite der Treppe von 60 cm verbleiben.

6. Gegen die missbräuchliche Nutzung muss der Treppenlift gesichert sein.

7. Der Treppenlift muss aus nichtbrennbaren Materialien bestehen, soweit das technisch möglich ist.

 

Anlage 7.2/1 zu DIN 18024 Teil 1

Die Einführung bezieht sich nur auf die baulichen Anlagen oder die Teile baulicher Anlagen, für die nach § 50 SächsBO barrierefreie Nutzbarkeit gefordert wird. Technische Regeln, auf die in dieser Norm verwiesen wird, sind von der Einführung nicht erfasst. Bei der Anwendung der Technischen Baubestimmungen ist Folgendes zu beachten: Die Abschnitte 8.4, 8.5, 9, 10.1 Satz 2, 12.2, 13 bis 16 und 19 sind nicht anzuwenden.

 

Anlage 7.3/1 zu DIN 18040-1

Die Einführung bezieht sich auf die baulichen Anlagen oder die Teile baulicher Anlagen, die nach § 50 Abs. 2 SächsBO barrierefrei sein müssen.

Bei der Anwendung der Technischen Baubestimmung ist Folgendes zu beachten:

 

1. Abschnitt 4.3.7 ist von der Einführung ausgenommen.
Die in Abschnitt 4.4 und 4.7 genannten Hinweise und Beispiele können im Einzelfall berücksichtigt werden.

 

2. Abschnitt 4.3.6 muss nur auf notwendige Treppen angewendet werden.

 

3. Mindestens ein Toilettenraum für Benutzer muss Abschnitt 5.3.3 entsprechen; Abschnitt 5.3.3 Satz 1 ist nicht anzuwenden.

 

4. Mindestens 1 Prozent, mindestens jedoch einer der notwendigen Stellplätze für Benutzer müssen Abschnitt 4.2.2 Sätze 1 und 2 entsprechen.

 

5. Mindestens 1 Prozent, mindestens jedoch einer der Besucherplätze in Versammlungsräumen mit festen Stuhlreihen müssen Abschnitt 5.2.1 entsprechen; sie können auf die nach § 13 der Sächsischen Versammlungsstättenverordnung (SächsVStättVO) vom7. September 2004 (SächsGVBl. S. 443), geändert durch Artikel 3 der Verordnung vom 29. Mai 2008 (SächsGVBl. S. 430) und durch Artikel 20 der Verordnung vom 1. März 2012 (SächsGVBl. S. 173, 178) erforderlichen Plätze für Rollstuhlbenutzer angerechnet werden.

 

6. Barrierefreie Beherbergungsräume müssen den Abschnitten 5.1 und 5.3 entsprechen; für die Bewegungsflächen in den Wohn- und Schlafräumen ist DIN 18040-2 Abschnitt 5, Anforderungen mit der Kennzeichnung „R“ anzuwenden.

 

Hinweis: Technische Regeln, auf die in dieser Norm verwiesen wird, sind von der Einführung nicht erfasst.


Anlage 7.3/2 zu DIN 18040-2

Die Einführung bezieht sich auf
– Wohnungen, soweit sie nach § 50 Abs. 1 SächsBO barrierefrei sein müssen, und
– Wohnungen und Aufzüge, soweit sie nach § 39 Abs. 4 Satz 3 SächsBO stufenlos erreichbar sein müssen.

 

Bei der Anwendung der Technischen Baubestimmung ist Folgendes zu beachten:

 

1. Die Abschnitte 4.3.6 und 4.4 sowie alle Anforderungen mit der Kennzeichnung „R“ sind von der Einführung ausgenommen.

 

2. Für Wohnungen nach § 50 Abs. 1 SächsBO genügt es, wenn ein Fenster eines Aufenthaltsraums Abschnitt 5.3.2 Satz 2 entspricht.

 

3. Für die stufenlose Erreichbarkeit nach § 39 Abs. 4 SächsBO genügt es, wenn Eingänge Abschnitt 4.3.3.2 Tabelle 1 Zeile 1, Bewegungsflächen an Türen Abschnitt 4.3.3.4 und Rampen Abschnitt 4.3.7 entsprechen.

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