Rollstuhlfahrerin auf Radweg

 

Ein Vergnügen erwarten 
ist auch 
ein Vergnügen.

Lessing

Barrierefrei durch Dresden

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Dresden erstreckt sich über 330 km² und ist in viele Stadtteile unterteilt, wovon einige ihren ganz eigenen Charakter haben. Die Altstadt bildet das Zentrum, von dem auch gern die Neustadt etwas abhaben möchte. Die beiden Stadteile sind durch die Elbe getrennt.

Typisch für die Altstadt ist das sogenannte historische Pflaster, was uns als Rollstuhlfahrer schon gewaltig nervt und auf den Rücken geht. Aber da Dresden so stolz auf seine historische Innenstadt ist, geht die Stadtplanung keinen Schritt von diesen Pflaster ab. Schon vor Jahren sollte geprüft werden, ob häufig genutzte Wegbeziehungen Erschütterungsarm gestalten werden können. Doch bis heute hat sich daran nichts geändert.

Unabhängig davon gibt es jedoch in der Altstadt wiederum die meisten barrierefreien Gebäude und Anlagen. Museen, Galerien, Geschäfte und Gaststätten sind vorwiegend stufenlos zu erreichen und nutzbar. Selbst ein Großteil der Gaststätten mit einer Behindertentoilette befinden sich in der Altstadt.
Für einen Artikel haben wir recherchiert, dass in ganz Dresden nur 10 % der Gaststätten barrierefrei zugänglich sind und diese über eine Behindertentoilette verfügen. Wenn nun die meisten dieser Gaststätten in der Altstadt liegen, bedeutet das, in vielen Stadtteilen gibt es keine oder nur vereinzelt welche. 

Viele barrierefreie Einrichtungen gibt es noch in den großen Neubaugebieten wie Gorbitz, Prohlis oder Reick. Diese Stadtteile sind allerdings nicht unbedingt besuchenswert, außer man möchte sozialistische Plattenbauarchitektur kennen lernen.

In einigen Stadtteilen sind die Prinzipien der Barrierefreiheit nicht angekommen. Viele sanierte Gebäude wurden nicht Barrierefrei, so dass dort auch kaum kulturelle Einrichtungen sowie Geschäfte für Rollstuhlfahrer nutzbar wurden.